100 % Förderung der Pflanzkosten sind möglich.
Seit Sommer 2026 fördert das Land die Einrichtung streifenförmiger Agroforstsysteme auf Acker und Grünland. Lignovis plant Ihr System, unterstützt bei der Abstimmung mit den Behörden und begleitet den Antrag bei der ILB.
| KurzumtriebErnte alle 3–5 Jahre | 1.566 € |
| Sträucherz. B. Haselnuss, Beerensträucher | 4.138 € |
| Bäume für Nahrungsmittel oder Stamm-/Wertholzinkl. Unterpflanzung mit Sträuchern | 5.271 € |
| Vielfaltsbonusab 5 Gehölzarten, je 10–30 % Anteil, min. 2 Arten je Streifen | + 1.820 € |
Gefördert werden Gehölzstreifen zwischen Acker- oder Grünlandstreifen (Alley Cropping). Welcher Ansatz passt, hängt von Ihrem Betrieb, Ihren Standorten und Ihrem Ziel ab – die Richtlinie unterscheidet drei Fördersätze.
Vogelkirsche, Walnuss, Esskastanie, Apfel, Speierling. Hohes Erlöspotenzial in der Direktvermarktung, aber hoher Planungsaufwand, Verbiss- und Bewässerungsschutz und lange Wartezeit bis zum ersten Ertrag.
Höchste Artenvielfalt – hier ist der Vielfaltsbonus am einfachsten zu erreichen
Kombination mit Pappeln als Pionier- und Schutzgehölz möglich
Sträucher zur Unterpflanzung sind im Fördersatz enthalten
Hochstämmige Pappeln – schnellwachsend, robust und auf den meisten Standorten ohne Bewässerung und mit geringem Schutzaufwand. Der Ansatz, den Lignovis seit über 15 Jahren mit Landwirten umsetzt.
Spürbare Wind- und Mikroklimawirkung schon nach 3 Jahren
Jährliche Holzzuwächse von 7–20 t Trockenmasse je ha Gehölzfläche
Erste Holzerlöse nach 6–8 Jahren, sägefähiges Stammholz nach 12–20 Jahren
Über 10 Sorten für unterschiedliche Böden und Nutzungsziele
Keine Neupflanzung nach der Ernte in bis zu 8-jährigen Zyklen – die Pappel treibt aus dem Wurzelstock wieder aus.
Energieholz in kurzen Zyklen von 3–5 Jahren. Sinnvoll für Standorte, die im Winter befahrbar sind, und für größere Projekte mit eigener Wärmenutzung oder Abnehmer für Hackschnitzel.
Ernte mit modifiziertem Feldhäcksler, jährliche Holzzuwächse von 7–20 t Trockenmasse je ha
Geringere Ökosystemwirkung durch die niedrige Wuchshöhe im Bestand
Für die Mindestförderung von 2.500 € sind mindestens 1,6 ha Gehölzstreifen nötig
Gehölzstreifen bremsen den Wind über der Fläche, reduzieren Verdunstung und Winderosion auf sandigen Standorten und verbessern das Mikroklima für die Kultur dazwischen. Studien zeigen, dass Ackerkulturen zwischen Baumstreifen in Trockenjahren signifikant bessere Ergebnisse erzielen.
Pappelholz findet je nach Qualität und Umtriebszeit verschiedene Abnehmer: energetische Nutzung ab dem ersten Umtrieb, die Holzwerkstoffindustrie für OSB- und Spanplatten, bei Pflege und selektiver Durchforstung Sägeholz und hochwertiges Schälfurnier mit entsprechend höheren Erlösen je Festmeter.
Baumreihen senken die Windgeschwindigkeit und halten den Boden auf der Fläche
Kühleres Mikroklima und weniger Verdunstung – besonders in Trockenjahren
Schatten, Struktur und Futterlaub für Geflügelausläufe und Weidetiere
Holzverkauf ab Jahr 6–8 bei steigendem Bedarf an regionalem Holz
Der Zuschuss ist ein Festbetrag je Hektar Gehölzstreifen – er hängt nur von der Gehölzfläche und der Systemart ab, nicht von Ihren Rechnungen. Rechnen Sie eine erste Größenordnung durch; ein genaues Investitions- und Pflanzkonzept erstellt Lignovis für Ihre Flächen.
Gehölzstreifen müssen 2 bis 40 % der Fläche einnehmen. Die Förderung ist auf 100.000 € je Empfänger gedeckelt und beträgt mindestens 2.500 €.
Wer ein Agroforstsystem bewirtschaftet, kann über die Öko-Regelung Nr. 3 jährliche Zahlungen je Hektar Gehölzfläche beantragen. Die ÖR3 gilt bundesweit und läuft über den regulären Agrarantrag der 1. Säule – getrennt von der einmaligen Investitionsförderung des Landes.
Für die Fläche zwischen den Streifen laufen Direktzahlungen und weitere Öko-Regelungen wie bisher weiter.
Alle Voraussetzungen müssen bereits bei Antragseingang erfüllt sein – fehlende Unterlagen führen zur Ablehnung. Lignovis stellt die Unterlagen mit Ihnen zusammen.
Anträge sind laufend möglich; die ILB entscheidet nach Ermessen im Rahmen der Haushaltsmittel. Ein Rechtsanspruch besteht nicht – deshalb lohnt sich ein früher, vollständiger Antrag.
Wir sichten Ihre Flächen, klären Ziel und Systemart und schätzen die Förderung. Für die ersten 10 Betriebe in Brandenburg kostenlos.
LignovisFormgebundene Konzepte nach GAPDZV, Bestätigung des Pflanzkonzepts durch die Landwirtschaftsbehörde.
Lignovis mit MLEUVEinreichung des bestätigten Pflanzkonzepts bei der Unteren Naturschutzbehörde; Bestätigung der Gesamtfinanzierung durch Ihre Hausbank.
Sie, mit unserer VorbereitungVollständiger Antrag über das digitale Antragssystem – vor jedem Vorhabenbeginn.
Lignovis begleitetNach dem Bescheid pflanzen wir gemeinsam. Der Zuschuss wird nach Verwendungsnachweis erstattet.
Lignovis + ILBBei Pappel-Stammholzsystemen liegen Planung, Pflanzgut und Pflanzung häufig in der Größenordnung des Festbetrags von 5.271 € je ha Gehölzstreifen. Bei Wertholz sowie Frucht- und Nusssystemen mit Schutzmaßnahmen und Bewässerung deckt der Zuschuss einen Teil der Kosten – der Vielfaltsbonus hilft hier spürbar.
Über 100 Agroforst-Projekte mit Landwirten, mehr als 30 Millionen gepflanzte Bäume. Drei Beispiele aus der Praxis:
Pappelstreifen regenerieren den Sandboden, verbessern das Mikroklima und steigern das Tierwohl der Schottischen Hochlandrinder. Die Agroforstsysteme zur Erzeugung von Pappelstammholz wurden seit 2020 kontinuierlich erweitert.
Alley Cropping mit Pappel-Stammholzsystemen in einer der trockensten Regionen Deutschlands zur Anpassung an Klimaextreme. Die Erfahrung zeigt eine deutliche Absenkung der Temperatur bei extremer Hitze im Agroforstsystem.
Agroforst mit Kurzumtrieb und Pappel-Stammholz als Alley Cropping. Ziele: Verbesserung des Mikroklimas und Reduktion des Bewässerungsbedarfs.
Unser Team verbindet Agrarwissenschaft, Forstwirtschaft und Projektmanagement – von der Standortanalyse über die Behördenabstimmung bis zur Pflanzung.
Bilder aus Lignovis-Projekten in ganz Deutschland – von der Pflanzung bis zum gewachsenen System.
Senden Sie uns Ihre Kontakt- und Flächendaten. Erstberatung und Grobkonzept sind für die ersten 10 Betriebe in Brandenburg kostenlos – Sie erhalten eine Einschätzung, welches System zu Ihren Flächen passt und mit welcher Förderung Sie rechnen können.
Kein Spam, keine Weitergabe an Dritte. Erstberatung und Grobkonzept sind kostenlos.
Die ILB entscheidet nach Ermessen im Rahmen der Haushaltsmittel, die Richtlinie läuft bis Ende 2028. Wer Konzept, Behördenbestätigung und Bankbestätigung früh beisammen hat, ist im Verfahren vorn.
Amtliche Quellen und Verbände zu Agroforstsystemen und ihrer Förderung in Brandenburg:
Amtlicher Richtlinientext vom 04.05.2026 in der Fassung vom 06.08.2026 mit Anlage 1 (ausgeschlossene Gehölzarten). Maßgeblich für alle Angaben auf dieser Seite.
mleuv.brandenburg.de – Agroforst-Richtlinie 2026Investitionsbank des Landes Brandenburg, Babelsberger Straße 21, 14473 Potsdam. Anträge laufen über das digitale Antragssystem der ILB.
ilb.deBundesweite Interessenvertretung mit Praxisleitfäden, Veranstaltungen und einer Übersicht der Förderprogramme aller Bundesländer.
agroforst-info.deAgroforst in der GAP, Öko-Regelung 3 und der GAK-Förderbereich, auf dem die Brandenburger Richtlinie beruht.
bmleh.de/agroforstAlle Förderangaben auf dieser Seite sind eine Kurzfassung ohne Gewähr (Stand September 2026). Maßgeblich ist allein der amtliche Text der Agroforst-Richtlinie des MLEUV in der jeweils geltenden Fassung sowie der Bewilligungsbescheid der ILB. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht.